Selbstverpflichtung Kurzstreckenflüge

Klimafreundliche Dienstreisen

Der Besuch von Konferenzen oder die Durchführung von Projekten mit bundesweiten und internationalen PartnerInnen ist einerseits bereichernd und trägt zur wissenschaftlichen Verständigung und Problemlösung bei, andererseits gehen die damit verbundenen Reisen aber mit erheblichen CO2-Belastungen einher.

Bei der Wahl des Verkehrsmittels sollten neben Aspekten wie Entfernung, Machbarkeit und Kosten auch die CO2-Emissionen eine wichtige Rolle spielen. Bahn und andere öffentliche Verkehrsmittel weisen eine deutlich bessere CO2-Bilanz auf als PKW oder das Flugzeug.

Flüge sind durch den Höheneffekt besonders klimaschädlich und in Deutschland für fast 10% des Effekts von Emissionen von Treibhausgasen verantwortlich. Die ETH Zürich hat festgestellt, dass die Hälfte ihrer Treibhausgas-Emissionen von Flugdienstreisen verursacht ist.

Kurzstreckenflüge sind besonders leicht durch Bahnreisen zu ersetzen, je nach Strecke verursacht eine Bahnreise um die 10% der Emissionen eines entsprechenden Flugs. Auf manchen Verbindungen ist die Einsparung besonders deutlich. Im ÖBB-Nachtzug z.B. von Berlin nach Wien verursacht ein Passagier nicht mal 5% der Emissionen eines Flugs.

Selbstverpflichtung zum Verzicht auf Kurzstreckenflüge

Motiviert von dem Engagement der SchülerInnen für Fridays4Future, sind eine Gruppe von WissenschaftlerInnen aktiv, um das Thema Klimaschutz an der Uni Leipzig zu stärken und damit auch gezielter nach außen zu treten. Wir greifen Initiativen der TU-Berlin, der Uni Potsdam und der HU-Berlin zur CO2-Reduktion auf.

Ein erster Schritt, in diesem Bereich deutlich zum Klimaschutz beizutragen, ist die Vermeidung von Kurzstreckenflügen. Zu den Kurzstrecken rechnen wir Reisen unter 1000km Entfernung, sofern diese mit der Bahn in weniger als 12 Stunden abgeschlossen werden können. Zubringerflüge sollten zwar auch vermieden werden, wir haben uns aber entschlossen, diese nicht in die Verpflichtung mit einzubeziehen. Ein weiterer weniger wirksamer, aber dennoch wichtiger Schritt, ist die Kompensation von Flugreisen durch die Finanzierung von ausgleichenden Klimaschutzmaßnahmen.

Um zu zeigen, dass es uns ernst ist mit dem Thema Klimaschutz, starten wir eine Initiative zur Selbstverpflichtung der WissenschaftlerInnen an der Uni Leipzig. Wir befragen Sie außerdem zu Ihrer Bereitschaft zur Kompensation bzw. was Sie in dieser Hinsicht von der Uni Leipzig wünschen. Die Beantwortung dieser Fragen ist natürlich freiwillig. Auf Wunsch wird der Name nicht veröffentlicht.

Bis zum 20.09.19, dem Tag des ersten globalen Klimastreiks, haben an der Uni Leipzig 32 MitarbeiterInnen (0,9% der MitarbeiterInnen) unterzeichnet, insgesamt an allen teilnehmenden Einrichtungen 1728 (im Schnitt 21,5% der MitarbeiterInnen). Weitere Zahlen finden Sie unter den Links. Wir wollen auch weiterhin möglichst viele Selbstverpflichtungen einsammeln, um ein Zeichen zu setzen und die Rahmenbedingungen für Bahnreisen zu verbessern. Explizit sind daher auch alle WissenschaftlerInnen zur Unterschrift aufgerufen, die bereits jetzt auf Kurzstreckenflüge verzichten. Unterschreiben Sie noch heute und leiten Sie den Link zu dieser Webseite an alle KollegInnen in Ihrem Umfeld weiter! Es ist jetzt Zeit, den Worten auch Taten folgen zu lassen!

  1. Zur Person

  2. (Bitte nutzen Sie, wenn möglich, Ihre Uni-Adresse, um Fragen nach der Zugehörigkeit zu vermeiden.)
  3. Erklärung

  4. Verzichtserklärung
  5. Kompensation
  6. Für die Kompensation bevorzuge ich
  7. Datenschutzhinweise

  8. Die Anzahl der Selbstverpflichtungen wurde am 20.09. auf der FridaysForFuture-Demonstration bekannt gegeben. Sie wird auch in regelmäßigen Abständen der Universitätsleitung bekannt gegeben. Die abgefragten Daten bzgl. Kompensation dienen der Organisation weiterer universitätsinterner Klimaschutzmaßnahmen und entsprechende Zahlen werden an die Uni-Leitung weitergegeben. Sofern Sie dem zugestimmt haben, kann Ihr Name auf Web-Seiten veröffentlicht und an Medien weitergegeben werden. E-Mail-Adressen werden nicht weitergegeben. Verantwortlich für die Befragung ist Dr. Anke Himmelreich (Institut für Linguistik). Sie haben das Recht, Ihre Einwilligung jederzeit, auch teilweise, mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen, ohne dass die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung berührt wird. Sie haben bezüglich der erhobenen Sie betreffenden personenbezogenen Daten das Recht auf Auskunft über diese Daten, deren Berichtigung oder Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerspruch gegen die Verarbeitung und Datenübertragbarkeit. Wenden Sie sich hierzu bitte an die Verantwortliche der Befragung. Bitte beachten Sie, dass Sie aus technischen Gründen leider keine Bestätigung Ihrer Unterzeichnung per E-Mail bekommen. Bitte wenden Sie sich dafür, falls gewünscht, an die Verantwortliche der Befragung.
letzte Änderung: 25.09.2019